Das Schwert ist das wichtigste Utensil eines Iaidoka. Es wird hauptsächlich mit dem Langschwert (Katana) geübt, das ein- oder beidhändig geführt wird.
Anfänger beginnen mit einem Holzschwert (Bokuto, Bokken), um die körperlichen Bewegungsabläufe zu erlernen, ohne in Gefahr zu laufen, sich mit der Klinge selbst zu verletzen.
Fortgeschrittene üben in der traditionellen Kleidung (Hakama und Keiko-Gi) und benutzen dann ein Iaito, ein Übungsschwert. Diese Iaito haben eine stumpfe Metallklinge mit Griffmontierung und Scheide (saya), um die korrekte, beidhändige Handhabung des Ziehens (nuki) und des Zurückführens (noto) zu erlernen.
Geübt wird Iaido in Form von Kata, wobei jede Kata-Form ein spezieller Ausschnitt aus einer realen Schwertkampfsituation ist. Die übliche Struktur einer Kata ist:
- nuki tsuke – das Herausziehen des Schwertes und der erste Schnitt,
- kiri tsuke – weitere Schnitte,
- chiburi – das Abschütteln von Verunreinigungen, wie etwa Blut,
- noto – das Zurückführen des Schwertes in das Saya.
Fokus ist hier das Erlernen der Handhabung und des Tempos. Die anfänglichen Kata lassen keinen Spielraum, um die korrekte Form zu interpretieren. In den Koryu (den überlieferten »höheren« Formen) gibt es jedoch mehr Freiheiten, da es durchaus unterschiedliche Interpretationen der dargestellten Situationen gibt.
Iai wird hauptsächlich allein ausgeführt. Jedoch um Aspekte des Abstandes (maai) und des Bewegungsablauf-Tempos zu erlernen, werden Partnerübungen mit einem oder mit bis zu vier Gegnern durchgeführt. Zumeist werden sie aus Sicherheitsgründen mit dem Bokken ausgeführt. Eine fortgeschrittene Form des Iai sind die »Kumitachi-Formen«, bei denen zwei Übende in festgelegten, kontrollierten Kata mit »echten« Schwertern üben.